Posted on: Oktober 13, 2026 Posted by: Redaktion Comments: 0
Titelbild zu „Knipser“ von Klaus Stickelbroeck mit Autorenporträt vor einem Polizeigebäude.

Ein verschwundenes Fotomodell und ein Auftrag von der Ex-Freundin: In „Knipser“ gerät Privatdetektiv Hartmann mitten in Düsseldorfs Foto- und Veranstaltungsszene. Für den zehnten Fall seines Ermittlers hat Klaus Stickelbroeck bei einem Fotoshooting recherchiert. Düsseldorfs Altstadt kennt der frühere Polizist aus mehr als 30 Jahren Streifendienst.

Die Story: Tia ist ein gefragtes Fotomodell. Nach einer dramatischen Textnachricht verschwindet sie, und ihre beste Schulfreundin Gina bittet Hartmann um Hilfe. Der ehemalige Profifußballer übernimmt den Auftrag. Tias Spur verliert sich bei der Präsentation des Bildbands „Erotic Blue“. Die Suche führt Hartmann quer durch Düsseldorf – und bringt schließlich auch seine aktuelle Freundin Alina gegen die Auftraggeberin auf.

Von der Brötchenbude in die Düsseldorfer Nacht

Den Auftakt macht Renates Brötchenbude. In einer Altstadtkneipe zieht Hartmann seinen Einbrecherkumpel Angie hinzu. Die weiteren Schauplätze reichen von einem angesagten Club bis zu einer vernachlässigten Lagerhalle im Düsseldorfer Süden. Auch die Königsallee gehört zur Route. In einem Fotostudio und in der Welt eines erfolgreichen DJs setzt Hartmann seine Nachforschungen fort.

Wie es bei einem Fotoshooting zugeht, konnte sich Stickelbroeck für seinen Roman aus der Nähe ansehen. Eine Fotografin, die er bei einer Lesung kennenlernte, vermittelte ihm die nötigen Kontakte. Er konnte bei einem Shooting zuschauen und anschließend Fragen zu Technik und Ausstattung stellen. Das Beobachtete floss ins Manuskript ein.

Alina und Gina: zwei Frauen, wenig Herzlichkeit

Mit dem Fotoprojekt hat Hartmanns Freundin Alina durchaus eigene Pläne: Die Frau mit den hellblauen Haaren bringt sich als Modell für einen möglichen Folgeband ins Gespräch. Für Unmut sorgt die Auftraggeberin. Gina ist Hartmanns Ex-Freundin und den Leserinnen und Lesern bereits aus den ersten drei Bänden bekannt.

Als die beiden Frauen aufeinandertreffen, fällt die Begrüßung entsprechend aus. Sie begegnen sich, erzählt Stickelbroeck im Verlagsinterview, „mit der innigen Herzlichkeit zweier Süßwasserkrokodile“. Hartmann muss sich damit auch um die Spannungen zwischen seiner früheren und seiner jetzigen Freundin kümmern.

Regenrinnen-Rita und Jonny sind wieder dabei

Bei der Suche kann Hartmann auf seine vertrauten Helfer zählen. Regenrinnen-Rita, die mehr als zwei Meter große Sexarbeiterin, behält für ihn den Überblick. Auch Huren-Heinz unterstützt ihn; dessen Boxbude ist eine weitere Station der Ermittlungen. Mit Jonny hat Hartmann zudem einen verlässlichen Mitbewohner an seiner Seite. Der Medizinstudent aus Ghana fährt Taxi und ist hilfreich zur Stelle, wenn es im neuen Fall grob wird.

Klaus Stickelbroeck: Vom Streifendienst zum Krimiautor

Klaus Stickelbroeck selbst fuhr mehr als 30 Jahre Streife in der Düsseldorfer Altstadt. Die turbulenten Nachtdienste am Wochenende vermisse er manchmal, erzählt er im Verlagsinterview. Der Polizeiberuf habe ihn mit Menschen und an Orte gebracht, die er sonst kaum kennengelernt hätte.

„Was ich in den 44 Dienstjahren Spannendes erlebt habe, reicht aber noch für einige aufregende, schwarz-humorige Krimis“, sagt er. Das lässt somit auf weitere spannende Geschichten rund um den Privatdetektiv Hartmann hoffen.

Der 1963 geborene Autor lebt in Kerken am Niederrhein. Seinen ersten Kurzkrimi veröffentlichte er im Jahr 2000, seinen ersten Kriminalroman „Fieses Foul“ 2007. „Fischfutter“ aus dem Jahr 2010 wurde für den GLAUSER als bester Kriminalroman des Jahres nominiert. Stickelbroeck gehört außerdem zu den vier „Krimi-Cops“, deren gemeinsam verfasste Romane ebenfalls beim KBV Verlag erscheinen. Zuletzt veröffentlichten sie „Schnellschuss“ im Jahr 2025.

Buchcover „Knipser“ von Klaus Stickelbroeck mit Kamera, schwarzem Pumps und Düsseldorfer Skyline.
Buchcover: KBV Verlag; Bildquelle: Verlagsvorschau Herbst 2026, Seite 3.

Das Buch: Klaus Stickelbroeck: „Knipser“. KBV Verlag, Taschenbuch, laut Verlagsangaben ca. 320 Seiten, 15 Euro. ISBN 978-3-95441-784-1. Auch als E-Book erhältlich: 12,99 Euro, ISBN 978-3-95441-794-0.

Bildnachweis Fotovorlage: © Hans-Jürgen Bauer; Titelbildgestaltung: KI-generiert. KI-generierte Gestaltung auf Grundlage des bereitgestellten Autorenfotos. Im Bild steht „KI-generierte Gestaltung“.